Effiziente Kapitalstruktur

Der akzeptable Fremdfinanzierungsgrad variiert je nach Branche. Je nach Geschäftsrisiko kann eine höhere Belehnung toleriert werden. Im Allgemeinen werden Aktien nicht zur Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit herausgegeben, sondern das Darlehen wird am Kapitalmarkt besorgt. Um kreditwürdig zu bleiben muss sich der Verschuldungsgrad innerhalb eines gewissen Niveaus bewegen.

Eine gewisse Höhe von Eigenkapital ist notwendig um das Risiko einer Zahlungsunfähigkeit zu vermindern und einen genug guten Kreditstatus zu erlangen um weitere Kreditgeber zu gewinnen.

Die Vorteile der steuerlich relevanten Abzüge im Verhältnis zum erhöhten finanziellen Risiko werden den Fremdfinanzierungsgrad bestimmen.

Eigenkapital

Es gibt zwei Arten ein Unternehmen zu finanzieren. Das Unternehmen kann sich verschulden und/oder es kann Aktien emittieren. In der Bilanz sind Schulden unter dem Fremdkapital ersichtlich und Aktien repräsentieren Eigenkapital.

Das Eigenkapital (Aktien) unterscheidet sich vom Fremdkapital auf zwei Arten:

  1. Der Aktionär ist der Besitzer des Unternehmens und nicht Gläubiger. Er stellt das Geld nicht nur leihweise zur Verfügung, sondern er kauft seinen Anteil am Unternehmen.
  2. Ein Geldgeber hat das Recht auf eine regelmässige Verzinsung. Der Aktionär hat keine Recht auf ein regelmässiges Einkommen, obwohl die meisten Aktien eine Dividende ausschütten.   

Einlage

Ein  Einlage (z.B. Spareinlagen, Tagesgelder) im Gegensatz zur Geldaufnahme, sind nicht handelbare Geldmarktinstrumente. Es wird vereinbart, eine gewisse Summe für eine bestimmte Zeit anzulegen. Bei Fälligkeit der Anlage wird der Schuldner das Darlehen zusammen mit dem vereinbarten Zins zurückzahlen.

Eine Einlage stellt für den Schuldner eine Schuld dar und für den Anleger ein Guthaben.

Einlagen und Geldaufnahmen sind die Hauptinstrumente im Interbankenmarkt, womit die Geschäftsbanken ihre tägliche Liquiditätsdispositionen gegen Erhalt einer Rendite ausgleichen.

Die Geschäftsbank arbeitet mit verschiedenen Quellen, um ihre Darlehensvergabe und Investionstätigkeitken finanzieren zu können. Tagesgelder (Call-Gelder) und kurzfristige Festgeldanlagen sind die wichtigsten Quellen. Tagelsgelder oder Call-Gelder heissen so, weil sie ohne vorgängige Kündigung durch den Investor abgerufen werden können. 

Emissionsbank
Die Bank emittiert neues Aktienkapital für eine Gesellschaft. Theoretisch kann eine Gesellschaft selber Aktien emittieren und zu platzieren versuchen. In den meisten Fällen geschieht dies aber über eine Bank oder ein spezialisiertes Institut, welches auch die Platzierungskraft hat. 

Erfolgsrechnung
Neben der Bilanz der wichtigste Teil der Jahresrechnung. In der Erfolgsrechnung wird der Umsatz, die Kosten und den Betriebsgewinn-/Verlust für eine bestimmte Periode aufgezeichnet.

Erstemission
Erstemission oder "Floatation" bedeutet, dass erstmals eine Aktie an einer Börse in Umlauf gebracht wird. Die verschiedenen Stadien der Erstemission beinhalten eine Einführung, eine Zwischenofferte, Platzierung oder Verkaufsofferte. Wenn eine Gesellschaft im Privatbesitz sich dem Publikum öffnet, wird sie die Aktien an einer Börse kotieren und dieser Vorgang wird als "going public" bezeichnet.

Ertrag

Unter finanziellem Ertrag versteht man das Einkommen und den Kapitalgewinn.

Die prozentuale Ertragsgrösse zeigt den Gewinn oder Verlust einer Investition über eine klar definierte Periode aus.

Euro

Der Euro hat die DM als die zweit grösste Währung der Welt abgelöst. 25 % des gesamten Devisenhandels wurden über die DM abgewickelt, wobei USD/DEM die liquideste Kombination war. 

Der Euro wird den Anteil erhöhen da der FFR (französische Franken) 4 % des Handels ausmachen und 9 weitere Währungen dazugekommen sind. Der Euro wird auch den Kapital- und Aktienmarkt stimulieren um einen ähnlichen Umfang in Bezug auf die Liquidität und Tiefe wie USA zu erhalten.

Der Euro ist für Zentraleuropa eine wichtige Währung, da die Zentralbanken Währungsreserven in Euro halten. Der Dollar wird aber seine führende globale Rolle als Verrechnungswährung behalten.

Eurobonds

Eurobonds unterscheiden sich von inländischen Anleihen und Fremdwährungsanleihen indem sie nicht unter die Rechtsordnung eines bestimmten Landes fallen. Folgende Merkmale zeichnen diese aus:

  • Sie werden in irgend einer Hauptwährung emittiert 
  • Sie werden ausserhalb des Landes emittiert
  • Sie können von allen Anlegern irgend eines Landes gekauft werden
  • Sie können jederzeit emittiert werden um die Marktvorteile auszunützen
  • Sie können so strukturiert werden, dass sie spezielle Anforderungen von Schuldnern oder Gläubigern erfüllen
Es sind Inhaberpapiere, sodass sie die Anonymität der Anleger garantieren

Europäische Option
Option, die nur zum Ende der Laufzeit am Verfalldatum ausgeübt werden kann.

Europäische Zone

Zur Europäischen Zone gehören elf Länder, welche am 1. Januar 1999 zum Euro (europäische Einheitswährung) konvertiert haben. Es sind die folgenden Länder:

  • Oesterreich
  • Belgien
  • Finland
  • Frankreich
  • Deutschland
  • Irland
  • Italien
  • Luxemburg
  • Holland
  • Portugal
  •  Spanien

Die Einführung der europäischen Einheitswährung ist ein Teil des Prozesses eine wirtschaftliche und geldpolitische Union (EMU – European Monetary Union) zu bilden. Dieser Prozess folgt einem Zeitplan definiert in der Vereinbarung von Maastricht.

Die Etablierung einer Einheitswährung wird als Haupttreibfeder der Vereinigung der teilnehmenden Staaten in eine voll integrierte Wirtschaftsunion angesehen.

Beobachter erwarten dass dieser Prozess zwischen 15 – 20 Jahren dauern wird. Die EMU, mit der Einführung der Einheitswährung, ist nicht das Ende des Prozesses zu einer voll integrierten Wirtschaftsunion, sondern ein Hauptfaktor.

Eurowährungen

Finanzierungen und Anlagen sind nicht auf die einheimischen Märkte beschränkt. Anlagen in Euro Tages Geld bedeutet, dass das Bankensystem das Geld im Ursprungsland der Währung anlegt. Ursprünglich wurden Tagesgeldanlagen in Dollars ausserhalb der USA, nämlich in Europa, nachgefragt.

Deshalb der Name Eurodollar. Später wurden die Dollars auch im Bankensystem von Südostasien und Mittleren Osten deponiert, aber sie wurden immer noch Eurodollar genannt.

Der Markt verbreiterte sein Angebot auf weitere Währungen für Tagesgeldanlagen ausserhalb des eigenen Landes, wie z.b. Euro-Dmark, Euroyen.